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| Jürgen Röth |
B. R. |
Cattleya aclandiae LINDLEY, Edwards`s Botanical Register. |
Keywords: Cattleya aclandiae, Kultur, Geschichte.
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Synonym: Epidendrum aclandiae (LINDL.) RCHB. F., WALPERS Annales Botanices
Systematicae 6:312,1861.
Heimat: Die Art ist in Brasilen im Staat Bahia verbreitet. Sie wächst epiphytisch von der Küste bis in Höhenlagen von 400
m.
Kultur: C. aclandiae wächst am besten im Warmnhaus bei hoher Luftfeuchte. Sie sollte recht hell stehen, nur bei
brennend heißer Sonneneinstrahlung gibt man leichten Schatten. Gegossen wird erst, wenn der Pflanzstoff gut abgetrocknet ist. In der
Ruhezeit, im Winter, steht sie recht trocken bei Temperaturen nicht oder nur wenig unter 14 ℃. Man pflegt sie aufgebunden am
Block oder
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| Cattleya aclandiae var. nigrescens |
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Foto: A. Seidel |
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in kleinen Gefäßen in grobem Pflanzstoff und bei hoher Dränage. Im Frühjahr beginnt sich der Neutrieb zu entwickeln. Nach
dessen Ausreifen im April/Mai, oft erst im Juni/Juli oder auch August/September erscheinen die Blüten. Die Pflanze bildet in manchen
Jahren zwei Neutriebe aus.
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Cattleya aclandiae |
Foto: J. Röth |
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Wissenswertes: Die Pflanze wurde 1839 von Marine-Leutnant JAMES in Bahia, Brasilien, in Küstennähe entdeckt und nach
England gebracht. Bei Sir Thomas ACLAND auf Killerton brachte dessen Gärtner CRAGGS sie im Juli 1840 zur Blüte. LINDLEY beschrieb
die Art im August 1840 in „Edwards's Botanical Register” 26:t.48 und REICHENBACH fil. stellte sie 1861 in
„WALPERS Annales Botanices Systematicae” zur Gattung Epidendrum. Im Habitus und in der Wuchsgröße erinnert
C. aclandiae an C. schilleriana. Im blühenden Zustand ist sie jedoch leicht durch die von der Säule flach
abgespreizten haibrunden Seitenlappen ihrer Lippe zu erkennen.
Verschiedene Formen und Farbvananten sind beschrieben worden, z.B. var. alba hort. ex FOWLIE, Blüte
grünlich, nicht gefleckt, Lippe weiß; var. coerulea hort. ex FOWLIE, Blüte magentarot, wenig gefleckt, Lippe
blau geadert; var. maxima hort. ex LINDLEY, Blütenblätter groß, gelbgrün mit großen dunkel rotbraunen Flecken.
Die Art variiert jedoch in der Größe ihrer Blüten, in der Breite ihrer Blütenblätter sowie in deren Grundfarbe und Intensität der
Fleckung.
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C. aclandiae wurde häufig zur Züchtung eingesetzt, besonders zur Erzielung kieinwüchsiger, aber großblütiger Hybriden mit
substanzreichen, intensiv gefärbten und gefleckten Blüten. Die Art vererbt ihren niedrigen Wuchs. eine gute Substanz der Blüten,
häufig auch gefleckte Blütenblätter, aber auch eine geringere Blütenanzahl. Größe und Farbe der Blüten werden weitgehend vom
Kreuzungspartner beeinflusst. Bis einschließlich des Jahres 2000 entstanden allein schon etwa 26 Primärhybriden. Die erste Kreuzung
mit C. aclandiae entstand 1863 bei VEITCH in England aus C. aclandiae x C. loddigesii = C.
Brabantiae. Zwei Jahre später folgte, ebenfalls bei VEITCH, C. Quinquecolor aus C. aclandiae x
C. forbesii.
Etymologie: Die Art wurde zu Ehren von Lady ACLAND auf Killerton/Devonshire benannt, einer englischen Orchideenliebhaberin
des 19. Jahrhunderts. Mrs. ACLAND malte die Vorlage zur Farbtafel in „Edwards's Botanical Register” für die
Neubeschreibung der Art. |
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Jürgen Röth, Angelungstraße 2, D-99986 Flarchheim |
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